Dani Karavan ist gestorben

 

 

Dani Karavan 2012 bei einer Tagung des Ordens Pour Le Merite. Foto: Gerhard Casper

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Liebe Maalot Freunde und Hans Mörter,

Vielen Dank an Hans Mörter, der spontan uns um 16 Uhr (Uhrzeit der Beerdigung von
Dani Karavan in Tel Aviv) mit gelben Rosen gebeten hat. Vor 10 Jahren als wir so schön
mit ihm im Café Ludwig feierten, hatte Dani eine gelbe Rose in der Hand . Es war
überraschend, dass so viele gestern kamen und auch das Museum war gut vertreten
mit seinem Direktor und einem Team von Frau Kersting, der ich für untenstehende
Bilder und Worte danke.
Pf. Mörter hat es sehr gut moderiert und erinnert, dass unsere Gedanken und Gefühle
direkt auch zu Dani gehen und umgekehrt. Es wird sicher an all den Orten seines
Wirkens weiterhin eine „Erinnerung ist Gegenwart“ geben.
Peter Busmann erinnerte sehr bewegend wie er Dani damals 1979 für die Gestaltung
des Platzes gewonnen hat, nachdem er vorher nie mehr nach Deutschland wollte und
bis zu seinem Ende kein deutsch sprach, jedoch sehr an der Versöhnung in seinem Land
und Gedenken in unserem Land und über ganz Europa interessiert war.
Ich bedankte mich im Namen von BürgerInnen für Ma’alot bei Peter , dass er Dani hier
her geholt hat und wir sein Werk beschützen konnten.
Direktor Dziewor sprach gute Worte und auch Anke Brunn und Anja Plemper.
Wir wollen uns , sowie die Außengastronomie im Café Ludwig offen ist, dort treffen,
den Termin hoffe ich bald mitteilen zu können. Dani scheint uns jetzt Schwung zu
geben.
Für heute viele Grüße
Christiane Haerlin
Für die BürgerInnen für Ma’alot

 

 

SICHRONO LIVRACHAH
Das heißt: Die Erinnerung an ihn soll (uns) zum Segen werden. Ich denke, das ist das
Wort zum heutigen Tag, wenn wir auf Ma’alot stehen. So sollte es für alle Kölnerinnen
und Kölner wirken.
Mir ist nach so vielen Jahren heute zum ersten Mal aufgefallen, dass die Schiene, die
auf den Turm und den Sehschlitz zuläuft, eine phantastische Parallele zu der Sichtachse
in der Installation „Passagen“ für Walter Benjamin in Portbout darstellt. Dort führt die
Sichtachse hinaus aufs Meer, sozusagen hinaus in die Ewigkeit; hier in Köln führt die
Sichtachse über die Schiene durch die „Schießscharte“ im Turm hinüber zum Bahnhof
Deutz, von wo aus die Züge in die Vernichtungslager im Osten fuhren, in die Hölle. Das
ist eine unglaublich starke Parallele, die Karavan uns da installiert hat.
Ich verstehe sehr gut, dass er das alles so gar nicht sehen wollte. Aber das Kunstwerk
Ma’aot spricht für sich selber und wir haben alles Recht und jeden Grund, da gut
zuzuhören.
Mit herzlichem Gruß,
Marten Marquardt

Foto: Ludger F.J. Schneider

Foto: Ludger F.J. Schneider

 

 

Foto: Ludger F.J. Schneider

Foto: Ludger F.J. Schneider

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto: Ludger F.J. Schneider